Presseinformation Nr. 96 vom 6. Juli 2010
Auszeichnung für die Bibliothek der Universität Konstanz: „Bibliothek des Jahres 2010“ sowie zum dritten Mal in Folge auf Platz eins des Bibliotheksindex BIX
Konstanzer Bibliothek nimmt auch in diesem Jahr Spitzenpositionen unter den Wissenschaftsbibliotheken in Deutschland ein

Einen Doppelerfolg erzielt die Bibliothek der Universität Konstanz im Jahr 2010. Wie die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius heute mitteilt, wurde der Konstanzer Universitätsbibliothek der Preis „Bibliothek des Jahres“ zugesprochen. Die Begründung für die Verleihung des mit 30.000 Euro dotierten einzigen deutschen Bibliothekspreises, die am 24. Oktober in Konstanz stattfinden wird, wird durch die Zahlen des Bibliotheksindex BIX untermauert: Auch beim wichtigsten Ranking deutschsprachiger Bibliotheken schnitt die Konstanzer Einrichtung mit ihrem ersten Platz exzellent ab. Sowohl das Ranking des Deutschen Bibliotheksverbands als auch die ZEIT-Stiftung bescheinigen der Universitätsbibliothek der Universität Konstanz konsequente Dienstleistungs- und Kundenorientierung.
Am augenfälligsten sei diese Serviceausrichtung in den Öffnungszeiten, heißt es in der Begründung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die 1971 gegründet zu den großen privat errichteten gemeinnützigen Stiftungen in Deutschland zählt. Die Bibliothek der Universität Konstanz ist seit 2001 als erste deutsche Bibliothek 24 Stunden am Tag für ihre Nutzer geöffnet. Maßgeblich sind unter anderem die systematische Freihandaufstellung, die maßgeschneiderte Beratung zur Unterstützung von Wissenschaft und Studium, der aktive Einsatz für das Open Access-Konzept, die Vorreiterrolle in der Vermittlung von Informationskompetenz, die Qualitätssicherung durch Kundenbefragung und das Weiterbildungssystem, das nach dem BIX-Index eine der höchsten Quoten in deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken aufweist.
Den Bibliotheksindex BIX führt die Universität Konstanz bereits zum dritten Mal in Folge an. Auch für diesen Erfolg war die Strategie von Serviceorientierung und Ausweitung des elektronischen Angebots ausschlaggebend. Gleichzeitig ist Konstanz in diesem Jahr bei hoher Qualität ausgesprochen breit aufgestellt, wie der hohe Wert von acht Spitzengruppenplatzierungen bei 18 Indikatoren belegt. Trotz des Ausbaus der digitalen Bestände und des Schwerpunkts auf dem elektronischen Angebot stellen sich die Buchbereiche mit der Freihandaufstellung als Lern- und Arbeitsort auch im Bibliotheksranking als wichtiger Baustein des bibliothekarischen Gesamtkonzepts heraus.
„Unsere Aufgabe ist es, für Wissenschaft und Studium möglichst optimale Bedingungen zu liefern. Wie es aussieht, sind wir mit unseren Dienstleistungen dabei auf dem besten Weg“, kommentiert Bibliotheksdirektorin Petra Hätscher die doppelte Auszeichnung. Die Vergabe-Jury für den Preis „Bibliothek des Jahres“, der Vertreter der Bundesregierung, der Kultusministerkonferenz und des Deutschen Städtetages angehören, wählte unter sieben Bibliotheken unterschiedlicher Größe und Aufgabenstellung aus, die zuvor wegen ihrer besonderen Leistung für die engere Auswahl nominiert worden waren. Beim BIX-Ranking konnte sich die Konstanzer Universitätsbibliothek in ihrer Kategorie der „einschichtigen Universitätsbibliotheken“, die keine eigenständigen Teilbibliotheken besitzen, gegen 35 Mitbewerberinnen durchsetzen. Insgesamt liefern 93 Universitäts- und (Fach)Hochschulbibliotheken aus Deutschland und Österreich dafür Daten zu Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklungspotential.
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