Presseinformation Nr. 191 vom 12. Dezember 2008
Arbeit in der Globalisierung
Die Wechselbeziehung zwischen Geschichte der Arbeit auf See und den Prozessen von Globalisierung in der Arbeitswelt seit Beginn der industrialisierten Schifffahrt im späten 19. Jahrhundert steht im Mittelpunkt der Antrittsvorlesung von Dr. Niels Petersson. Am Montag, 15. Dezember, spricht er unter dem Titel „Arbeit auf See. Perspektiven einer Sozialgeschichte der Globalisierung“ zum einen über Arbeit auf See als sozialgeschichtliche Grundlage von Globalisierungsprozessen und zum anderen als Arbeit unter Globalisierungsbedingungen. Damit stellt die Arbeit auf See für den Historiker einen privilegierten Ort für die Untersuchung transnationaler sozialgeschichtlicher Probleme dar. Wie Petersson erläutern wird, trafen hier alle maßgeblichen Faktoren sozialer Ungleichheit aufeinander und wurden schon früh Konfigurationen von widerstreitenden oder einander ergänzenden Solidaritäten ausgehandelt. Niels Petersson, dessen Antrittsvorlesung in Hörsaal A 703 stattfindet und um 20.15 Uhr beginnt, ist Koordinator für den wissenschaftlichen Nachwuchs und das Doktorandenkolleg „Zeitkulturen“ im Exzellenzcluster.


