Presseinformation Nr. 161 vom 10. November 2008
Mit spannenden Forschungsthemen unterwegs
Duftforscher der Universität Konstanz zu Gast beim „Regionalen Wissenschaftsforum“ in Donaueschingen
„Wie kommen die Düfte ins Gehirn?“ fragte der renommierte Neurobiologie und Zoologe Prof. Giovanni Galizia von der Universität Konstanz am 7. November bei der Veranstaltung des „Regionalen Wissenschaftsforums“ in den Räumen der Stadtsparkasse Donaueschingen. Zu Gast waren Mitglieder, Freunde und Förderer der Stiftung Wissenschaft und Gesellschaft an der Universität Konstanz, die alljährlich zum Wissenschaftsforum einlädt.
Der Wissenschaftler Giovanni Galizia beschäftigt sich insbesondere mit der Dufterkennung bei Bienen und Fruchtfliegen. Er fragt danach, wie diese Insekten Düfte erkennen und will wissen, was genau im Insektengehirn passiert, wenn ein Duft erkannt und diese Information verarbeitet wird. Ab 2009 wird die Deutsche Forschungsgesellschaft die Duftforschung mit einem Schwerpunktprogramm unterstützen. Zu seiner Arbeit sagt Giovanni Galizia: „Ich schaue den Insekten in das Gehirn.“ Das macht er mit Hilfe von optischen bildgebenden Verfahren. Sie machen es möglich, Prozesse, die im Gehirn des Tieres beim Riechen ablaufen, abzubilden. Im Rahmen seiner Arbeit hat Galzia umfassende Untersuchungen zu diesen Prozessen gemacht. Dabei hat er auch den Versuch unternommen, Bienen auf bestimmte Düfte zu trainieren. Mit Erfolg: „Wir haben in unserer Forschung jetzt eine ganz wichtige Schwelle erreicht. Mit dem Schwerpunktprogramm schaffen wir ideale Voraussetzungen, um an diese Erfolge anzuknüpfen. Wir wissen mittlerweile bereits eine ganze Menge über die Duftsprache der Biene. Der Weg zu einer Art „Wörterbuch der Düfte“ ist allerdings noch lang. Jeder Duft soll irgendwann einmal genau zu bestimmten Nervenzellen zugeordnet werden können, so der Wissenschaftler.
Die Stiftung „Wissenschaft und Gesellschaft an der Universität Konstanz“ hat sich insbesondere der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verschrieben und unterstützt auch besondere Lehr- und Forschungsaufgaben. Hierfür ist die Stiftung dringend auf Spenden angewiesen. Ein alljährliches Highlight sind die wissenschaftlichen Vorträge in der Region. Sponsoren des Wissenschaftsforums 2008 sind die Stadt Donaueschingen, die Sparkasse Schwarzwald-Baar und die Firma SICK-STEGMANN mit ihren über 500 Mitarbeitern in Donaueschingen, den USA und Israel. Gastgeber des Wissenschaftsforums sind im Wechsel die Sparkasse Donaueschingen und die Firma Aesculap in Tuttlingen, die im letzten Jahr ins Tuttlinger Aesculap-Forum einlud. Im letzten Jahr zog dort der Konstanzer Biologe Prof. Marcel Leist seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann von Wissenschaft und Forschung.
Stiftungsvorstand und Uni-Rektor, Prof. Gerhart von Graevenitz, zum diesjährigen Wissenschaftsforum „Ich freue mich, dass wir wieder in Donaueschingen zu Gast waren. Wir hatten spannende Forschungsthemen im Gepäck. Ziel des Wissenschaftsforums ist es, Wissenschaft und Forschungsthemen aus den Laboren und Hörsälen der Universität hinaus in die Region zu transportieren. Das regionale Wissenschaftsforum ist ein Brückenschlag zwischen Universität und Region.“


