Presseinformation Nr. 123 vom 10. September 2008
Erfolgreich beim Professorinnenprogramm
Im Wettbewerb um Stellen für hochqualifizierte Spitzenforscherinnen wurde der Antrag der Universität Konstanz auf Mittel aus dem Professorinnenprogramm von Bund und Ländern positiv begutachtet. Die Universität Konstanz hatte sich im Juni 2008 mit ihrem Gleichstellungskonzept um die Förderung dreier Berufungen von Frauen beworben. Insgesamt hatten sich 113 Hochschulen, d.h. rund ein Drittel der deutschen Hochschulen, um Gelder aus dem Programm beworben, das mit einem Gesamtvolumen von 150 Mio. Euro ausgestattet ist und aus dem bis zu 140 Stellen für Spitzenforscherinnen gefördert werden sollen. Wie jetzt bekannt wurde, waren 79 Hochschulen aus 15 Bundesländern mit ihren Anträgen erfolgreich, davon sieben in Baden-Württemberg.
Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten und von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Programms ist es, langfristige Perspektiven für hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen zu schaffen. Indem die Berufung von Professorinnen auf diese Weise gefördert wird, soll die Anzahl von Frauen auf Professuren erhöht werden – denn mit einem Frauenanteil von 14 Prozent an allen Professuren und 9 Prozent an C4- und W3-Professuren belegt Deutschland im EU-Durchschnitt einen der letzten Plätze in Sachen Chancengleichheit und Nutzung des Potenzials von Wissenschaftlerinnen.
Die erfolgreiche Bewerbung der Universität Konstanz ist eine erneute Bestätigung ihres Gleichstellungskonzeptes. Nachdem das Gleichstellungskonzept im Rahmen der Exzellenzinitiative von einem internationalen Gremium als sehr gut begutachtet worden war, schneidet es auch jetzt mit seinen Maßnahmen zur Durchsetzung durchgängiger, verbindlicher und chancengerechter Organisationsstrukturen gut ab. Mit diesen Maßnahmen will die Universität Konstanz die Karriereaussichten für Wissenschaftlerinnen auch über die Professuren hinaus nachhaltig verbessern. Zwei der drei zu fördernden Professuren sollen in Fachbereichen angesiedelt werden, in denen Frauen auf dieser Qualifikationsebene nicht vertreten oder stark unterrepräsentiert sind.


