Presseinformation Nr. 112 vom 8. August 2008
Zufriedene Bachelorabsolventen
Universität legt Ergebnisse einer Absolventen-Studie vor
Wie zufrieden sind die Konstanzer Studierenden mit der Lehr- und Beratungsqualität im Bachelorstudium? Wie viele Absolventen entscheiden sich für ein weiteres Studium? Wie gestaltet sich für die anderen der Einstieg in das Berufsleben? Diesen Fragen ist die Universität Konstanz in einer Absolventenstudie nachgegangen, deren Ergebnisse nun vorliegen. Sie basieren auf einer Online-Befragung, die im Januar und Februar 2008 durchgeführt wurde, sowie auf Auswertungen der Prüfungs- und Studierendenstatistiken der Universität aus den letzten Jahren. Die Daten aus der entsprechenden Vorjahresstudie wurden ebenfalls mit einbezogen. Erstellt wurde die Studie gemeinsam von der Arbeitsgruppe des Konstanzer Soziologen Professor Thomas Hinz und vom Career Service der Universität.
Im Studienjahr 2006/07 haben 415 Studierende ihr Bachelorstudium an der Universität Konstanz erfolgreich abgeschlossen – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Im Durchschnitt sind die Absolventen knapp 25 Jahre alt, haben für ihr Studium etwas mehr als die Regelstudienzeit von 6 Semestern gebraucht, dabei aber sehr gute Examensnoten erzielt. Dafür hat die Universität – wie bereits im Vorjahr – ihr Absolventenpotential nicht genügend ausgeschöpft. Viele Studierende in den höheren Semestern haben ihr Examen nicht in Angriff genommen.
Das Studium wird von den meisten Absolventen positiv bewertet. Die Qualität der Lehre wird größtenteils als „gut“ oder „sehr gut“ eingestuft. Insbesondere die Studieninhalte, die Betreuung und Beratung durch Lehrende sowie die didaktische Vermittlung der Lehrinhalte bekommen gute Noten. Verbesserungspotential sehen die Absolventen bei der Relevanz der Lehrinhalte für die berufliche Praxis.
Die Wahrnehmung des Bachelors als berufsqualifizierender Abschluss scheint weiterhin die Ausnahme zu bilden: über drei Viertel der Konstanzer Absolventen haben sich für ein weiteres Studium entschieden. Als wichtigsten Grund nennen 85% der Befragten die Verbesserung der Berufschancen. Etwa die Hälfte hat ein Master-Studium an der Universität Konstanz aufgenommen. Analog zu letztem Jahr waren neben fachlichen und beruflichen Interessen der gute Kontakt zu den Lehrenden und gute Ergebnisse im Hochschulranking wichtige Gründe für den Verbleib auf dem Gießberg.
Der Wechsel an eine andere Universität ist dagegen meist durch konkrete fachliche und berufliche Vorstellungen motiviert, die in Konstanz nicht realisierbar erscheinen. Um mehr eigene Bachelorabsolventen zu binden sowie um mehr auswärtige Bachelor nach Konstanz zu holen, sollte die Universität weiter an der fachlichen Spezialisierung und Ausdifferenzierung des Masterangebots arbeiten, so die Autoren der Studie.
Für den Berufseinstieg direkt nach dem Bachelorstudium hat sich nur ein knappes Viertel der Absolventen entschieden. Die Hälfte davon ist bei der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit – Stelle oder Praktikum – fündig geworden, die anderen Absolventen waren zum Zeitpunkt der Befragung noch auf der Suche. Angesichts der kurzen Suchzeit und der weiterhin geringen Zahl der Berufseinsteiger kann die Studie die Frage nach der Akzeptanz des Bachelors auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend beantworten.
Die Studie „Studienverlauf und Verbleib der Bachelorabsolventen der Universität Konstanz“ finden Sie hier: http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2008/5977


